Der 60. Jahrestag des Sieges über den Hitlerfaschismus wird von bürgerlichen und so genannten "antideutschen" Kräften mithilfe ihrer verkürzten "Täter-Opfer"- Perpektive dazu benutzt, die Klassenfrage aus der Geschichte des deutschen Faschismus zu entfernen. Mit diesem "Geschichtsbild der falschen Konkretheit" werden Faschismus und Antisemitismus als Ausdruck eines völkisch halluzinierten deutschen Volkscharakters vermittelt und das Dritte Reich mutiert zur "Wohlfühl-Diktatur".

Tatsächlich war und ist der Faschismus die verbrecherische, zutiefst menschenverachtende  Antwort auf die tiefe Krise des Kapitalismus, wenn zur Überwindung der Krise immer mehr Menschen eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg anstreben.

In diesem Sinne steht der 8. Mai 1945 nicht nur für den Sieg über den Hitlerfaschismus, sondern gerade auch für den Versuch eines Neubeginns, der die ökonomischen Wurzeln des Faschismus, den Kapitalismus, beseitigt.

Gerade in den letzten Kriegswochen leisteten auch in Deutschland Menschen aus sozialrevolutionären, kommunistischen, sozialdemokratischen und linksbürgerlichen Zusammenhängen Widerstand in vielfältigen Formen, um den Sieg  über den Hitlerfaschismus zu beschleunigen.  Die folgenden Texte und Dokumente als "anderer Blick" auf den 8. Mai 1945 sollen dazu beitragen, dass das Wissen über die Kämpfe der AntifaschistInnen an der Seite der Anti-Hitler-Koalition nicht untergeht.

Neu in 2005

Früher erschienen

Stand: 04.05.2005