1.Mai 2005:Nur der Klassenkampf kann den
Kapitalismus und seine Kriege stoppen
Seit fünf Jahren ist der internationale Kapitalismus unfähig sich
aus den
Tiefen der ernstesten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg
herauszuziehen. Kurz
nach dem 11. September 2001 erklärte die internationale
Bourgeoise, dass die
terroristischen Angriffe der Al Quaida auf die USA für die
Probleme der
Weltwirtschaft und die einsetzende politische Instabilität
verantwortlich
seien. Aber wie gewöhnlich log die herrschende Klasse bewusst.
In Wirklichkeit begann die derzeitige Rezession schon vor dem 11.
September
mit dem Zusammenbruch der Spekulationsblase der New Economy,
deren reale
Ursachen explizit auf die Widersprüche der kapitalistischen
Produktionsweise
zurückzuführen sind. Die Rezession hat ihren Ursprung im Herzen
des
internationalen kapitalistischen Systems (den USA, der EU und
Japan) und
macht sich über den gesamten Planeten in Handelskonflikten, im
permanenten
Krieg und einem dramatischen Niedergang des Lebensstandards des
Proletariats
bemerkbar. Seit dem Beginn des neuen Jahrtausends wurden Kriege
geführt, die
weder zu einem Ende gekommen sind, noch irgendetwas gelöst
hätten. Das ist
kein Zufall. Der US-Imperialismus griff zuerst Afghanistan an, um
die
Regierung der Taliban zu stürzen, die nur wenige Jahre früher
sein treuester
Verbündeter war. Dann wurden die Einführung der Demokratie und
die
Zerstörung von Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen als
Begründungen
benutzt, um einen Präventivkrieg gegen den Irak zu entfesseln.
Dies sind
Kriege um die Kontrolle des Ölmarktes, die von den USA und ihren
Verbündeten
zur Verteidigung des Öls sowie ihrer finanziellen Einkünfte
geführt werden,
die sich aus der hegemonialen Rolle ihrer Währung und der
Tatsache
herleiten, dass sich der Preis des Öls in Dollar ausdrückt.
Immer grassierende Armut, verschärfte Ausbeutung der
Arbeitskraft,
Ausweitung des Arbeitstages, unsichere
Beschäftigungsverhältnisse, all dies
hat sich plötzlich mit der gegenwärtigen wirtschaftlichen
Rezession
beschleunigt, die Ausdruck und eine Konsequenz der generellen
Krise des
kapitalistischen Systems ist. Die Regierungen jedes Staates, egal
ob links
oder rechts, haben die Renten und die Budgets für Bildung,
Gesundheit und
öffentlichen Nahverkehr gekürzt: Die Zielrichtung ist es, die
Sozialausgaben
des Staates so weit wie möglich zu kürzen. Die kapitalistische
Krise ist
international und so wird die internationale Arbeiterklasse einen
teuren
Preis für sie zahlen.
Der radikalreformistische Vorschlag, jedem ein Bürgergeld oder
ein staatlich
garantiertes Mindesteinkommen zuzugestehen, dient nur dazu, den
Arbeitern
noch mehr Rauch ins Gesicht zu blasen. Der Kapitalismus befindet
sich in der
Krise. Um seinen eigenen Akkumulationszyklus zu erhalten ist er
gezwungen,
die Arbeiterklasse anzugreifen, Löhne zu drücken und die
Arbeitsintensität
zu erhöhen, anstatt Löhne und Gehälter zu garantieren.
Arbeiter der ganzen Welt, es geht nicht darum für ein wohltätiges
aber
unmögliches Bürgergeld oder für Löhne die niemals garantiert
werden
einzutreten, sondern für die Überwindung dieser Gesellschaft zu
kämpfen, die
auf der Ausbeutung der Lohnarbeit basiert.
Gegen die internationalen Angriffe der Bourgeoisie muss es die
Arbeiterklasse verstehen, sich international zu verteidigen,
indem sie mit
allen bürgerlichen Kräften und der Logik der Gewerkschaften
bricht, egal ob
in der Variante der Mitbestimmung (einem Kunstgriff zur
ausschließlichen
Verteidigung der Interessen der Bosse) oder dem vergeblichen
Versuch
alternative Gewerkschaften zu gründen.
Wir müssen die Kämpfe einfacher Arbeiter wieder in Gang bringen,
die sich
selbstständig ohne gewerkschaftliche Einmischung organisieren,
Kämpfe, die
von den wirklichen Forderungen der Arbeiter ausgehen und die das
Potential
haben, sich auf andere Sektoren der Arbeiterklasse auszudehnen.
Aber eine einfache Wiederbelebung des Klassenkampfes reicht nicht
aus, um
das kapitalistische System zu überwinden. Dies erfordert ebenso
den Aufbau
einer internationalen und internationalistischen Partei des
Proletariats.
Eine politische Partei, die kritisch und gründlich mit dem
Stalinismus und
all seinen Erben abgerechnet hat, und es versteht, das
internationale
Proletariat in der Verteidigung seiner Klasseninteressen zu
führen und für
eine Alternative zum kapitalistischen System vorzubereiten, den
Kommunismus.
Gegen den imperialistischen Krieg und die Logik des Profits!
Für den Klassenkampf und den Wiederaufbau der internationalen
Partei der
Arbeiterklasse!
Internationales Büro für die revolutionäre Partei
Italien: Partito Comunista Internazionalista – Battaglia
comunista,