Toll - in Kosova wird der 1. Mai wieder zum Kampftag der Arbeiter
Aufruf des "Antikapitalistischen Blocks Prishtina"

von Max Brym

04/2018

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Dieses Jahr werden am 1. Mai auch die Arbeiter in Kosova auf die Straße gehen. Fast alle Gewerkschaften innerhalb des Dachverbandes BSPK bereiten eine machtvollen 1. Mai Demonstration und Kundgebung am historischen Tag der Arbeiterklasse in Prishtina vor. Seit der Arbeiterverräter Haxhi Arifi, nicht mehr an der Spitze des BSPK steht, wird die

Gewerkschaft kämpferischer. In den letzten Jahren rief der BSPK nur zu einem Fest im Park Germia auf. Im ärmsten Land Europas gibt es aber nichts zu feiern. Es muss gekämpft werden. Einige Einzelgewerkschaften arbeiten direkt mit dem „ Antikapitalistischen Block“ in der Vorbereitung der Demonstration zusammen. Wir dokumentieren Auszüge aus dem Maiaufruf des „ Antikapitalistischen Blocks“ aus Kosova. Der Block vereinigt Anarchosyndikalisten, Marxisten, sowie weitere Gruppen von revolutionären Sozialisten.



Dokumentation Aufruf des „Antikapitalistischen Blocks Prishtina
[Übersetzung Max Brym]

Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir einen „Antikapitalistische Block“ zum 1. Mai organisiert. Im – Sozialen Zentrum Sabota- fanden viele Treffen des Blocks zur Organisierung des Protestes zum 1. Mai statt. Unsere Treffen symbolisieren einen wichtigen Schritt für alle Antikapitalisten in Kosova dar. Aus linken Individuen, linken Gruppen, Sozialisten, Marxisten, Anarchisten ist eine gemeinsame Front zum 1. Mai entstanden. Wir bekämpfen nicht nur einzelne Aspekte der Unterdrückung der Arbeiter. Wir stellen das kapitalistische System, die neoliberale Ordnung grundsätzlich zur Disposition. Schon der 1. Mai 2017 zeigte den Widerstand der Arbeiterklasse gegen die Vermarktung des 1. Mai. Wir nehmen an der Demonstration der Gewerkschaft mit eigenen revolutionären Parolen in diesem Jahr teil.

Die Arbeiter in Kosova werden brutal unterdrückt und ausgebeutet. Von Mai 2017 bis dato sind offiziellen Angaben zufolge -10 Arbeiter am Arbeitsplatz gestorben.

In Kosova haben nur 18% der Frauen Arbeit. Sie werden noch schlechter bezahlt als die Männer.

Die Regierung gibt Milliarden für neue Autobahnen aus. Der Strom wird infolge der Privatisierung der Stromverteilung immer teurer. Die Regierung lehnte kürzlich auf Wunsch internationaler Investoren eine Erhöhung des Mindestlohns ab.

Alle entlassenen Arbeiter, alle Arbeiter Studenten und Rentner, die sich als Anti-Kapitalisten verstehen fordern wir auf sich dem „Antikapitalistischen Block“ anzuschließen. Wir kämpfen gegen jede Art von Ungleichheit und Diskriminierung. Wir wollen die Kapitalisten und Millionäre enteignen. Nieder mit den Faschisten, nieder mit den Bullen. Wir wollen dass ihr flüchtet, damit die Arbeiter in Würde in Kosova leben können.

Quelle: Zusendung durch Max Brym.